Koken – CMS für Fotografen und Designer

koken LogoSeitdem die Nachrichtenagentur dapd (mein derzeitiger Arbeitgeber) den Betrieb eingestellt hat, kommen immer wieder viele Fragen von Kollegen und Ex-Kollegen. Zum Beispiel haben viele Foto-Kollegen keine eigene Website und wollen dies nun nachholen. Schließlich möchte man sein fotografisches Knowhow präsentieren, um auf selbständiger Basis schnell Aufträge zu generieren. Für jemand der sich mit der Thematik noch nie beschäftigt hat, keine leichte Aufgabe. Vielen wissen nicht wo sie anfangen sollen und haben mich um Rat gefragt. Da ich sehr gerne mit WordPress arbeite, habe ich es ihnen natürlich auch zuerst empfohlen. Die WordPress Installation ist in 5 Minuten erledigt und ein WordPress Theme kann man sich von den zahlreichen Theme-Websites runterladen. Auf für die Textkollegen eine denkbare Lösung. Aber am Wochenende bin ich auf eine andere Lösung aufmerksam geworden – Koken.
Koken ist ein CMS. Aber eines welches speziell für Fotografen und Designer entwickelt wurde. Für diese Berufsgruppen ist es sehr wichtig ihr Portfolio schnell und einfach darzustellen. Genau darum geht es bei Koken. Bei der Entwicklung hat man großen Wert auf einfache Bedienung gesetzt. So erinnert die Benutzeroberfläche vom Koken-Backend sehr stark an die Oberfläche von Adobes Lightroom. Dadurch wird sich jeder Fotograf der Lightroom benutzt auch schnell in das Koken-Backend einleben.

koken Servertest

Auch bei der Installation hat man auf Einfachheit gesetzt, denn diese ist noch einfacher als bei WordPress. Für die Installation benötigt man etwas Webspace (Webhosting oder eigener Server) mit PHP 5.2.0 oder höher, MySQL 5 oder höher und ImageMagick oder GD. Als Webserver kann sowohl Apache, nginx oder ein anderer dienen. Wer auch Videos veröffentlichen möchte, der benötigt auch noch ffmpeg auf dem Server. Ist aber kein muss. Stimmen die Anforderungen, dann muss man die Verzeichnis-/Dateirechte per FTP-Programm noch auf 777 einstellen. Ansonsten gibt der Koken-Installer eine entsprechende Fehlermeldung aus. Den Koken-Installer runterladen und per FTP auf den Webserver kopieren. Anschließend die Website aufrufen, um mit der Installation zu beginnen. PS: Nicht wundern, dass man eigentlich nur eine „index.php“ Datei auf den Server lädt. Dachte auch erst da ist was falsch, aber während der Installation wird der Rest von Koken auf den Server geladen und installiert. Nice!

koken Backend

Nach der erfolgreichen Installation landet man direkt im Backend. Dort kann man nun, wie man es auch von Lightroom kennt, Alben und Sets anlegen, Foto hochladen, sortieren und mit weiteren Metadaten ergänzen. Wer seine Fotos nicht per Backend bei Koken hochladen möchte, der kann auch das Lightroom-Plugin für Koken benutzen. Dadurch kann man die Fotos direkt aus Lightroom auf die Website laden. Einfacher geht das nun wirklich nicht. Koken liest die EXIF-Metadaten der Foto beim Upload aus und zeigt diese übersichtlich an. Unter „Site“ kann man sich ein Theme von 9 aussuchen. Wem die Themes überhaupt nicht zusagen, der kann sich auch selber eins schreiben. Hilfe bekommt man im Wiki von Koken. Wichtige Plugins für Google Analytics etc. gibt es auch schon. Es wird sicherlich noch einige Zeit dauern bis es weitere Plugins und Themes für Koken gibt. Schließich ist das CMS noch Entwicklung (Betaphase), aber glänzt jetzt schon mit vielen einfachen und nützlichen Funktionen. Trotzdem kann es an der einen oder anderen Stelle immer etwas klemmen. So fehlt zum Beispiel eine Kommentarfunktion bei den Text-Beiträgen. Bin gespannt wo die Entwicklung hingeht. Auf jedenfall sollte man das Projekt im Auge haben. Für Fotografen ist es wirklich zu empfehlen.Natürlichen lassen sich auch kleine Text mit Koken realisieren. Nicht so komfortabel wie bei WordPress, aber kurze Texte völlig ausreichend. Es geht hier schließlich auch um die Bilder und nicht um den Text! :)

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